Streckenbegehung Stammstrecke

Stammstrecke, Halle - Hettstedt, im März/April 2025

Der Zugverkehr Halle Klaustor - Nietleben wurde am 26. Mai 1968 eingestellt.

2025 = 57 Jahre danach

Bf Halle Klaustor

2025 zeugt absolut Nichts mehr vom Startpunkt der HHE. Nach der Stilllegung des Streckenabschnittes Halle Klaustor - Nietleben erfolgte 1969 der Abriss vom Bahnhofsgebäude und der Rückbau der Gleisanlagen. Heute befindet sich ein Parkplatz am Ort vom ehem. Bahnhof.


Strecke Halle Klaustor -> Nietleben

Mit dem Bau von Halle-Neustadt als sozialistische Trabantenstadt wurde sowohl die Landstraße als auch die parallel verlaufende Bahnstrecke zurück gebaut. Es deutet heute absolut nichts mehr auf die HHE hin.


Bf Halle Nietleben

2025 wird der Bf Halle-Nietleben im 30-min-Takt von der S-Bahn bedient (S-Bahn-Linie 3 Halle-Nietleben <-> Wurzen; DB-Regio). Die einst hochfrequentierte großzügigen Abstellanlagen wird kaum noch genutzt. Alle ehem. Anschlüsse wurden zurück gebaut oder sind stillgelegt.

Kurioser Weise haben wohl als letzte Fragmente der HHE im Bf Nietleben zwei Kilometersteine bis 2025 überlebt. Die Kilometersteine 3,1 und 3,2 stammen nicht aus der aktuelle DB-Kilometrierung und passen auch von den Daten zur ehemaligen HHE-Strecke.

Das ehem. Bf-Gebäude der HHE steht noch. Dahinter das DR-Gleisbildstellwerk.

Immer noch zu erkennen - Nietleben - und darüber - Halle (Saale) West.

Die verwaiste Abstellanlage, links im Bild Fragmente vom Heute nicht mehr genutzte Inselbahnsteig.


Der Zugverkehr Nietleben - Dölau wurde am 26. Mai 1968 eingestellt. Vom 27. Oktober 1971 bis 31. Juli 2002 nutzte die S-Bahn die Gleise. Seit dem 01. August 2002 ist auch dieser Abschnitt stillgelegt.

2025 = 23 Jahre danach

Strecke Nietleben -> Hölauer Heide - etwa 2,3 km Streckenlänge.

Mit dem Verkehrsrückgang nach 1990 hat das Land Sachsen-Anhalt den S-Bahnverkehr zwischen Nietleben und Dölau zum Fahrplanwechsel 2002 nicht weiter bestellt. Seit dem enden alle Züge in Nietleben. Etwa 400 m hinter der Ausfahrweiche vom Bf Nietleben steht ein Prellbock im Streckengleis - Ende vom Zugverkehr. Die Gleise liegen noch, sind jedoch völlig desolat und teilweise zugewachsen. Die Fahrleitung wurde bis auf zahlreiche stehen gebliebenen Masten zurück gebaut.


Bf Dölauer Heide

Das ansehnlich restaurierte Bahnhofsgebäude wird 2025 für Wohn - und Gastronomiezwecke genutzt. Das durchgehende Bahnsteiggleis zeigt sich in gutem Zustand. Auf dem ehem. Überholgleis steht eingezäunt ein Skl, das Gleis selbst ist größtenteils desolat.

Bahnsteigende mit H-Tafel, Blick in Richtung Nietleben.

Wetterbedingt war die Gastronomie geschlossen, aber ein schönes Gebäude.

Der Heidebahnhof, Blick in Richtung Nietleben.

Ein eingesperrter Skl, eine Ausfahrt dürfte auf Grund der Lücke im Gleis schwer fallen.

Ausfahrt in Richtung Dölau.


Strecke Dölauer Heide -> Dölau - ca. 1,2 km

Zwischen den beiden Stationen liegen noch die Gleise, aber teilweise zugewachsen und überwuchert.

Blick in Richtung Heidebahnhof.

Bahnübergang in Dölau, noch mit Andreaskreuz.

Blick in Richtung Dölau.


Bf Dölau


Der Zugverkehr Dölau - Gorsleben wurde am 26. Mai 1968 eingestellt. Bis zum 31. Mai 1991 wurde der Abschnitt als Streckenrangiergleis zur Anschlussbedienung noch befahren. Seit dem 01. Juni 1991 ist auch dieser Abschnitt stillgelegt.

2025 = 34 Jahre danach

Strecke Dölau -> Ließkau - ca. 1,2 km

Auf diesem Abschnitt liegt das Gleis noch, jedoch stark zugewachsen.


Bf Ließkau

Vom Bahnhofsgebäude Ließkau ist 2025 nichts mehr zu sehen. Im Bereich vom ehem. Bahnhof wurde jüngst gearbeitet, die Bahnsteigkannte ist freigelegt, aber Ende März 2025 liegen keine Gleise.

Wenige Meter vor der östlichen Bf-Einfahrt, völlig zugewachsene Gleistrasse.

Östliche Bf-Einfahrt, in der Straße liegen noch Gleise.

Baustellenabsperrung - mit HHE - Kennzeichnung ! :))

Links der ehem. Bahnsteig, rechts die ehem. Ladestraße.


Strecke Ließkau -> Cöllme - ca. 2,5 km


Bf Cöllme


Strecke Cöllme -> Fienstedt - ca. 4,3 km

Zwischen Cöllme und Fienstedt liegen auf weiten Teilen noch die Gleise. Viel Kleineisen wurden schon entfernt, was auf einen vorgesehenen aber unterbliebenen Rückbau schließen läßt.

Kurz vor einem BÜ - Lücke im Gleis.

Gleiszustand 2025, Blick in Richtung Cöllme.

Gleisreste an einem Feldweg-BÜ.

Kurz vor dem Brechpunkt am Fienstedter Berg etwa km 14,1 - Blick in Richtung Fienstedt.


Bf Fienstedt

Der Bahnhof Fienstedt - weit abseits vom Ort - ist für Eisenbahner noch klar erkennbar. Das Bahnhofsgebäude ist in Privatbesitz und dient als Wohnhaus. Die Bahnsteigkannte existiert noch, es liegen jedoch keine Gleise mehr.


Strecke Fienstedt -> Corsleben - ca. 1,8 km

Auf diesem Streckenabschnitt zeugen nur noch zahlreiche Holzschwellen ohne Kleineisen von der Kleinbahn. Bis kurz vor Gorsleben ist auch der Bahndamm noch deutlich neben der Straße zu erkennen, wenn auch stark zugewachsen. Etwa 600 m vor dem Bf wurde die Bahntrasse völlig eingeebnet.


Bf Gorsleben

Das Bahnhofsgebäude steht noch und ist auch als solches noch klar erkennbar. Genutzt wird es 2025 als Wohnhaus. Die Gleisanlagen und auch der Bahnsteig sind komplett verschwunden.


Der Zugverkehr Gorsleben - Helmsdorf wurde am 26. Mai 1968 eingestellt.

2025 = 57 Jahre danach

Strecke Gorsleben -> Nauendorf - ca. 2,1 km

Vom Bf Gorsleben bis zum ehem. Bahnübergang über die L 192 ist die Strecke völlig verschwunden = kompletter Rückbau und Einebnung. Ab der ehem. BÜ bis zum Bf Nauendorf ist die Bahnstrecke deutlich als Einschnitt erkennbar - ein Feldweg verläuft auf der Trasse.


Bf Nauendorf


Strecke Nauendorf -> Beesenstedt - ca. 1,5 km

Auf diesem Streckenabschnitt ist das Gleis vollständig verschwunden. Über weite Teile verläuft ein Feldweg auf der Trasse, ca. 200 m vor dem Bf Beesenstedt ist die Gleistrasse Ödland. Auch von ehem. Agl. zum Schacht ist nichts mehr zu sehen.


Bf Beesenstedt

In Beesenstedt gibt es 2025 noch die >Bahnhofstraße<. Alle Gleise sind verschwunden, ebenso der Bahnsteig. Das ehem. Bahnhofsgebäude ist noch klar erkennbar, wurde teilweise umgebaut und dient als Wohnhaus, das Bahnhofsgelände ist in Privatbesitz und nicht zugänglich. Fotos vom ehem. Bf-Gebäude waren vom Eigentümer nicht gewünscht.


Strecke Beesenstedt -> Schwittersdorf - ca. 1,5 km

Zwischen Beesenstedt und Schwittersdorf ist von der Bahntrasse nichts mehr zu erkennen. Auf ca. 2/3 der Strecke nutzt ein Fahrradweg die Trasse, der Rest ist Grünstreifen bzw. stark bewachsenes Ödland.


Bf Schwittersdorf

"Am Bahndamm" nennt sich auch 2025 noch eine Straße in Schwittersdorf. Das ehem. Empfangsgebäude wurde zum Wohnhaus umgebaut und dabei auch verändert. Das Bahnhofsgelände ist so gut wie nicht mehr zu erkennen. Angrenzende Grundstücke haben sich ihren Teil vom Bahngrundstück "genommen".


Strecke Schwittersdorf -> Polleben - ca. 8,0 km

Die ehemalige Strecke ist komplett verschwunden. Sofern das Gleis neben der Straße lag, ist 2025 maximal ein breiterer Grünstreifen zu sehen. Zwischen Burgsdorf und Polleben wurden ca. 1,5 km Strecke wieder wieder zu Ackerland gemacht, ebenso ca. 200 m direkt vor dem Bf Polleben.


Bf Polleben

In Polleben gibt es 2025 noch den Straßennamen "Alter Bahnhof".


Strecke Polleben -> Helmsdorf - ca. 2,7 km

Die Gleise sind auf diesem Streckenabschnitt bis auf einen Rest an einem BÜ komplett verschwunden. Die Trasse ist aber noch erkennbar, jedoch weitgehend von Wildwuchs bewachsen.

Prellbock ca. 170 m hinter dem Bf Helmsdorf - etwa km 32,7 - Blick in Richtung Helmsdorf.

Senkrecht in Bildmitte, die ehem. Gleistrasse - Blick in Richtung Helmsdorf.

Etwas 1 Kilometer von dem Bf Helmsdorf sind noch Gleisreste ein einem BÜ zu sehen. Blick in Richtung Polleben.

Gleicher BÜ wie im Bild zuvor - Blick in Richtung Helmsdorf.


Der Zugverkehr Helmsdorf - Gerbstedt wurde im Mai 1998 eingestellt.

2025 = 27 Jahre danach

Bf Hermsdorf

Das Bahnhofsgebäude von Helmsdorf zeigt sich 2025 in Privatbesitz, liebevoll saniert und als Wohngebäude genutzt. Die Gleise im Bahnhof liegen noch, jedoch teilweise stark von Wildwuchs verdeckt.

Die Einfahrweiche von Helmsdorf aus Richtung Gerbstedt - völlig zugewachsen.

Der Inselbahnsteig in Helmsdorf, Rechts lag das durchgehende Hauptgleis.

Perfekt abgesichert ist das Gleis zur Ladestraße.

Ehem. BÜ im Ort Helmsdorf (Helmsdorfer Straße), hier ging das Agl. zur Hochrampe.


Strecke Helmsdorf -> Gerbstedt - ca. 3,2 km

Auf diesem Streckenabschnitt liegen die Gleise noch. Sträucher und auch Bäume wachsen in der Trasse.

Etwa Km 33,5 - Blick in Richtung Helmsdorf.

Etwa km 33,6 - Blick in Richtung Gerbstedt.

Die Brücke über die Straße von Gerbstedt nach Helmsdorf. In den letzten Betriebsjahren war hier schon eine La-Stelle mit 10 km/h.

Einige Meter hinter dem BÜ an der Einfahrt zum Bf Gerbstedt liegen noch die Gleise, etwa km 35,8.


Der Zugverkehr Gerbstedt - Hettstedt wurde im September 2002 eingestellt.

2025 = 23 Jahre danach

Bf Gerbstedt

In Gerbstedt gibt es 2025 noch den Straßennamen "Am Bahnhof" und die "Bahnhofstrasse". Im Bahngelände liegt nur noch im zuletzt befahrenen durchgehenden Hauptgleis die Schienen - alle anderen sind komplett zurück gebaut. Das Bahnhofsgebäude steht leer, der ehem. Lokschuppen ist stark einsturzgefährdet. Wildwuchs hat sich flächendeckend ausgebreitet.

Wasserkran und Wasserturm am Lokschuppen.

Empfangsgebäude mit Inselbahnsteig und dem letzten verbliebenen Gleis.

Hochrampen und Kohlebansen, alle ohne Gleise und komplett zugewachsen.

Gleisende = Prellbock unmittelbar vor der "Bahnhofstrasse".

Kilometer 36,0 - ab Halle Klaustor gerechnet. Aufgemalt an der Kopframpe in Gerbstedt.


Strecke Gerbstedt -> Welfesholz - ca. 4,1 km

Die Gleise liegen hier noch, an einigen Stellen recht sauber, stellenweise jedoch auch stark zugewuchert.


Bf Welfesholz

Das Empfangsgebäude von Welfesholz steht noch fast unverändert und wird 2025 als Wohnhaus genutzt. Fragmente der Bahnsteigkannte sind noch erkennbar, die Gleise am ehem. BÜ wurden bei der Straßensanierung entfernt.


Strecke Welfestholz -> Hettstedt - ca. 4,4 km

Die Gleise liegen hier noch, an einigen Stellen recht sauber, stellenweise jedoch auch stark zugewuchert.


Bf Hettstedt

Der Bf Hettstedt wurde wie fast alle Bahnhöfe nach 1990 regelrecht "geschliffen", sprich auf das betrieblich absolut nötige reduziert. Reste von ehem. HHE-Bahnsteig sind 2025 noch erkennbar, fast alle Gleise der "Gerbstedter Seite" wurden zurück gebaut.